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Säulenfichte 3 Uaul da Purcs

Diese Säulenfichte gehört zu einer Gruppe von drei ähnlich aufgewachsenen Bäumen. Sie weist eine schmale, dichte, zylinderförmige Krone auf und ist gegen oben deutlich zugespitzt. Die Primäräste sind kurz und tragen mehr oder weniger dichte Verzweigungssysteme. Immer wieder wurden zum Teil etwas abstehende Äste gebildet. Am unteren Teil des Stammes gibt es krebsartige Wulste. Wurzelanläufe fehlen.

Der Standortstyp ist ein Erika-Fichtenwald mit Bergveilchen. Der Baum hat einen Durchmesser (in Brusthöhe) von 83 cm.

Bis heute ist nicht klar, ob die Ausbildung der Säulenform eine genetische Ursache hat und ob die Eigenschaft bei Kreuzungen weitervererbt werden kann, oder ob es sich um eine Mutation handelt, die nicht vererbt wird. Für eine Vererbung spräche die Tatsache, dass sich noch weitere fast gleich aussehende Exemplare in der Nähe finden, also mindestens ein entsprechender Mutterbaum vorhanden sein musste. Eine Mutation gleichzeitig bei mehreren Bäumen gilt schon eher als ein grosser Zufall. Tatsächlich sieht aber keine der benachbarten Säulenfichten genau gleich, sondern lediglich „ähnlich“ aus.

Die Säulenfichten (wie auch die Spitzfichten) im Uaul da Purcs können dem Verzweigungstyp der Plattenfichte zugeordnet werden. Plattenfichten sind gut an die hohen Lagen angepasst. Die grossen Schneelasten drücken den Baum nicht zusammen, sondern gleiten an den steil anliegenden Ästen hinunter auf den Boden.

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